Lack-Pflege


1. Hintergrundinformationen
 
1.1 Historie
1.2 Der Lackaufbau
1.3 Gründe für die Lackalterung
1.4 Allgemeine Infos zur Lackpflege
1.4.1 Wann sollte das Fahrzeug gereinigt werden?
1.4.2 Wann sollte das Fahrzeug poliert werden?
1.4.3 Wann sollte das Fahrzeug gewachst werden?
1.4.4 Zwölf Tipps zur Lackpflege
1.5 Der Lackpflegeplan – in jedem Fall gut gepflegt

2. Die Grundreinigung - Optimale Vorbereitung für Polituren und Wachse
2.1 Insekten-, Teer- und Harzflecken
2.2 Die Auswahl des richtigen Produktes + Anwendungstipps
2.2.1 A1 Speed Shampoo
2.2.2 CW1:100 Insekten-Entferner Gel
2.3 Ein Rat vom Profi

3. So entfernen Sie Kratzer richtig
3.1 Wie Kratzer entstehen
3.2 Die Kratzertypen
3.3 Wie werden Kratzer entfernt?
3.3.1 Das richtige Produkt auswählen:
- für feine Kratzer
- für intensivere Kratzer
- für Kratzer bis zur Grundierung
3.3.2 Die richtige Anwendung:
- für feine Kratzer
- für intensivere Kratzer
3.4 Sind unterschiedliche Polituren für Metallic- und Normallack nötig?

4. Wie beseitigt man den Glanzschleier?
4.1 Warum verwittern Lacke?
4.2 Wie wird der Grau- bzw. Glanzschleier entfernt?
4.2.1 Das richtige Produkt auswählen
4.2.2 Die richtige Anwendung

5. Schutz & Versiegelung für den Lack
5.1 Warum eine Versiegelung notwendig ist
5.2 Wie wird Lack versiegelt und geschützt?
5.2.1 Das richtige Produkt auswählen
5.2.2 Die richtige Anwendung

6. Die Anwendung von Poliermaschinen
6.1 Die Poliermaschinen
6.1.1 Winkelpolierer ohne Excenter
6.1.2 Ecxenterpoliermaschinen
6.2 Polieraufsätze
6.2.1 Lammfell
6.2.2 Schwämme
6.3 Wie setzt man Poliermaschinen richtig ein?
6.3.1 Anwendung bei stark verwittertem oder stark verkratztem Lack
6.3.2 Anwendung bei leicht mattem oder leicht verkratztem Lack
6.3.3 Hologramme
6.4 Was ist beim maschinellen Polieren zu beachten?

1. Hintergrund­informationen

1.1 Historie

Entwicklungsschritte in der Technik der Autolackierung
Schon das erste Automobil, der „Benz-Patent-Motorwagen“, bekam eine Schutzschicht, die ihn vor Korrosion bewahrte: Das „Schusterpech“. Es musste, am Ende des 19. Jahrhunderts, noch mit dem Pinsel aufgetragen werden. Heute stehen Hochleistungslacke in rund 25.000 Farbnuancen zur Verfügung.
Zug um Zug wurde die Lackierung immer wieder neuester Technik und erhöhten Anforderungen angepasst:

Die Ein-Schicht-Systeme: der farbige Lack bildet eine harte und glänzende Deckschicht

Bis 1920

Öllacke:
Zunächst wurden für Autos die gleichen Lacke, meist auf Leinölbasis, verwendet, die auch im Kutschenbau benutzt wurden. Wer Geld hatte, setzte auf Lacke aus verflüssigtem Bernsteinharz. Die Farbpalette war übersichtlich, gedecktes Blau, Schwarz, Grün, Marron, Beige oder Rot stand zur Wahl.

20er und 30er Jahre

Nitrolacke:
Diese matten Lacke erhielten erst mit Hingabe, Polierpaste und einem Leinentuch ihren Glanz. Dieser war schwer zu erhalten, denn die Lacke waren witterungsanfällig und wurden schnell stumpf da sich das Bindemittel Zug um Zug abbaute. Dafür konnte ein Auto in 15 Stunden lackiert werden anstatt wie bisher üblich, Wochen dafür aufzuwenden.

Ab den 30erm bis in die 60er Jahre

Alkydharz-Lacke:
Nitrolacke wurden zwar bis in die 60er Jahre eingesetzt, Mitte der 30er Jahre setzte aber eine neue Technik Zeichen: Melamin- und Harnstofflacke wurden mit Alkydharz vermischt. Jetzt war die Herstellung hellerer, farbenfroher Farbtöne möglich. Die Oberfläche war härter und musste nicht mehr poliert werden. In 4 Stunden war ein Auto lackiert.

Die Zwei-Schicht-Systeme: die farbgebende Schicht wird durch eine glänzende Klarlackschicht geschützt

70er und 80er Jahre

Acrylharz-Lacke (2K-Lacke):
2K-Lacke verfügten über eine höhere Beständigkeit als die Alkydharz-Lacke und trockneten wesentlich schneller. Zu dieser Zeit kam auch der Metalliclack in Mode. Er wird zweiteilig aufgebracht: ein farbgebender, Aluminiumteilchen enthaltener Basislack und eine Klarlackschicht als Finish.

Ab den 90ern

Wasserbasislacke:
Bei der Verbesserung der Umweltverträglichkeit geht es generell um die Reduzierung der Lösemittelmenge. Man setzt auf wasserverdünnbare oder lösemittelarme Technologien. Ganz neu kommen innovative Farbpigmente ins Spiel. Der Perlmutteffekt ist geboren.

1.2 Der Lackaufbau

Autolacke haben eine stark optische Funktion. Nicht umsonst wirkt das gleiche Auto in weiß völlig anders als in rot. Vor allem aber schützt er das Fahrzeug vor chemischen Angriffen wie Korrosion, vor Kratzern oder Umwelteinflüssen wie Vogelkot oder Vergilben durch UV-Strahlung. Hauchdünn – der Aufbau moderner Lacke ist nicht einmal so dick wie ein menschliches Haar.

Klarlack (ca. 45 µm)
Wird zuletzt aufgetragen. Für Wetterbeständigkeit, Glanzerhalt, Schlagfestigkeit und Schutz vor chemischen Substanzen.

Basislack (ca.12-15 µm)
Die farbgebende Schicht. Hier werden auch Effektpigmente für Metalliclacke oder den Perlmutteffekt integriert.

Füller (ca.15-20 µm)
Gleich auch feinste Unebenheiten im Untergrund aus und dient zusätzlich dem Korrosionsschutz

Grundierung (ca.18 µm)
Ist ausschließlich für den Korrosionsschutz des Fahrzeugs zuständig.

So hauchdünn die Lackschicht eines Auto auch ist, leisten muss sie umso mehr. Obwohl kontinuierliche Innovationen die Qualität und Beständigkeit enorm verbessert haben, ist der Lack ständigen Angriffen durch chemische, mechanische und umweltbedingte Einflüsse ausgesetzt. Dem kann nur eine hochwertige und vor allem regelmäßige Pflege entgegenwirken.

1.3 Gründe für die Lackalterung

1. Umwelteinflüsse
Lack dehnt sich bei Hitze aus und zieht sich bei Kälte zusammen. Dazu kommen Regen, Schnee und Salz

2. UV-Strahlung
Sonne macht den Lack spröde und rissig, er verliert an Glanz

3. die Natur
Insekten, Vogelkot, Blütenstaub etc. enthalten sehr aggressive Substanzen, die den Lack in Verbindung mit Feuchtigkeit oder saurem Regen schon nach 10 Min. beschädigen können.

4. Staub & Wind
Jedes Auto, das draußen steht, ist ihnen ausgesetzt. Täglich „schmirgeln“ sie feinste Kratzer in den Klarlack. Mit der Zeit wirkt der Lack dadurch matt und glanzlos

5. Waschstraße
Die Geschwindigkeit der Bürsten, die das Auto bearbeiten, ist hoch genug, dass sie feine, manchmal sogar deutlich sichtbare Kratzer im Lack hinterlassen

6. Steinschlag
Ein aufprallender Stein – auch wenn es nur ein Kiesel ist - kann den Lack bei genügender Aufprallgeschwindigkeit bis auf die Grundierung beschädigen.

Auskreidungen verursacht durch Sonneneinstrahlung
Quelle: Lackschadenskatalog  
Beispiel für Lackkratzer (Türgriffmulde)
Quelle: Dr. O.K. Wack Chemie
Beispiel einer Vogelkotverätzung
(Vergrößerung ca. 50-fach)
Quelle: Lackschadenskatalog
Beispiel von Insektenverätzung des Lackes
(Vergrößerung ca. 50-fach)
Quelle: Lackschadenkatalog

1.4 Allgemeine Infos zur Lackpflege

1.4.1 Wann sollte das Fahrzeug gereinigt werden?

Auch wenn es manchmal lästig fällt, sollte das Auto gereinigt werden, sobald es verschmutzt ist.

1.4.2 Wann sollte ein Fahrzeug poliert werden?

Wenn Sie bemerken, dass der Lack allmählich seinen Tiefenglanz verliert, spricht man vom sogenannten Glanzschleier. Er wird durch feine Kratzer sowie Verwitterungen im Lack verursacht. Durch die in der Politur enthaltenen Schleifmittel wird dieser Glanzschleier entfernt. Die enthaltenen Pflegekomponenten bringen den Original-Tiefenglanz des Lacks zurück. Enthält der Lack Ihres Wagens weder Kratzer noch wirkt er stumpf brauchen Sie nicht zu polieren.

1.4.3 Wann sollte das Fahrzeug gewachst werden?

Ob Ihr Wagen eine Wachsbehandlung braucht, erkennen Sie am Abperlverhalten von Wasser auf dem Lack. Bildet das Wasser runde, kleine Perlen, ist kein Wachsen nötig. Zerläuft das Wasser flächig, muss die Konservierung erneuert werden. Wichtig: eine regelmäßige Wachsbehandlung ist für den Werterhalt des Fahrzeugs unverzichtbar. Sie schützt den Lack nachhaltig vor den aggressiven Einflüssen durch Witterung, UV-Strahlung, Insekten und sogar Waschanlagenbürsten.

1.4.4 Zwölf Tipps zur Lackpflege

1. Waschen Sie von Hand – das schont den Lack am besten. Waschanlagen hinterlassen mit ihren Bürsten und Textillappen Beaufschlagungen, die wie Kratzer aussehen
2. Werfen Sie alte Waschutensilien weg – schmutzige, verschlissene Schwämme oder Waschbürsten können feine Kratzer hinterlassen
3. Wringen Sie den Schwamm aus – waschen Sie ihren Schwamm beim Reinigen lieber ein paar Mal zu oft aus.
4. Seien Sie möglichst gründlich – achten Sie darauf, dass Insektenreste oder Partikelschmutz etc. vollständig vom Lack entfernt sind, damit beim Polieren und Wachsen keine Kratzer auftreten
5. Entsorgen Sie das Restwasser – kippen Sie das Restwasser von der Autowäsche nicht über den Wagen. Die darin enthaltenen Schmutzpartikel bleiben am Lack haften und können beim Abledern zu Kratzern führen
6. Entfernen Sie aggressiven Schmutz sofort – Vogelkot, Baumharze und ähnliche Stoffe können bereits innerhalb von 10 Min. einen ungewachsten Lack beschädigen.
7. Keine wachshaltigen Reinigungsmittel – sie vermindern die Wirkung der Polituren und beeinträchtigen ein gleichmäßiges Ergebnis beim Wachsen weil eine Wachsschicht auf einer anderen liegt.
8. Verwenden Sie keine Watte vor dem Polieren oder Wachsen – Zum Auftragen von Polituren oder Wachsen ist Watte extrem ungeeignet. Sie saugt die Feuchtigkeit des Produktes zu schnell auf und macht einen gleichmäßigen Auftrag fast unmöglich. Auch das Auspolieren funktioniert mit Watte nicht. Hier ist sie zu wenig aufnahmefähig und der Film wird nicht entfernt sondern verteilt. Das gibt Wolken und Streifen!
9. Polieren Sie rechtzeitig – Wenn Sie Kratzer im Lack entdecken oder der Tiefenglanz sichtbar nachlässt, polieren Sie das Fahrzeug. Das sorgt für eine schöne Optik und mehr Werterhalt.
10. Wachsen Sie regelmäßig – Solange Wasser kleine, runde Perlen auf dem Lack bildet ist er ausreichend geschützt. Bildet Wasser eine Fläche sollten Sie dringend wachsen. Das Wachs schützt dauerhaft vor Witterung und aggressivem Schmutz.
11. Nehmen Sie ihre Waschanlage in Augenschein – achten Sie auf saubere und intakte Waschinstrumente
12. Lassen Sie den Fachmann ran – wenn Sie Kratzer mit Nassschleifpapier entfernen wollen, überlassen Sie dies unbedingt einem professionellen Fachbetrieb damit der Lack hinterher nicht ab ist.

1.5 Der Lackpflegeplan - in jedem Fall gut gepflegt

 

                                                   Pflege-Empfehlung                                                                                                          Pflege-Empfehlung

Neuwertige bzw. gut gepflegte Lacke in allen Farben
Kratzerfrei, mit Tiefenglanz, ohne Glanzschleier
Schutz mit Reinigungseffekt:

Für den anspruchsvollen Pfleger:
A1 Speed Wax Plus 3
= Hochglanz, Farbtiefe und Schutz für bis zu 6 Monate

Für den Perfektionisten:
A1 ULTIMA Lack-Balsam
= Hochglanz, Farbtiefe und Schutz für bis zu 7 Monate

 

Alle anderen Lackzustände in allen Farben
Feine Kratzer (z. B. durch Waschanlage), mit Glanzschleier, leicht stumpf bis sehr stumpf
Für den bequemen Pfleger:
A1 Polish & Wax
= Feinkratzer-Entfernung, Glanz und Schutz in 1 Arbeitsgang für 3 - 6 Monate

Für den anspruchsvollen Pfleger:
1. Schritt: A1 Speed Polish
2. Schritt: A1 Speed Wax Plus 3
= Feinkratzer-Entfernung, Glanz und Schutz für bis zu 6 Monate

Für den Perfektionisten:
1. Schritt: A1 ULTIMA Show & Shine Polish
2. Schritt: A1 ULTIMA Lack-Balsam
= Perfekte Feinkratzer-Entfernung mit Glanz und Schutz für bis zu 7 Monate

 

Punktuell stärker verkratzter Lack
Stärkere Kratzer von Waschanlagen, Sträuchern, Fingernägeln usw., die nicht bis zur Grundierung gehen
A1 Kratzer Polish
= Zur punktuellen Anwendung, z. B. Türgriffmulde

  

 Zubehör-Empfehlung                                                                                                          Zubehör-Empfehlung

Zum optimalen Polieren A1 DER Politur SCHWAMM
= Ideal für A1 Speed Polish, A1 Polish & Wax und A1 ULTIMA Show & Shine Polish

 

Zum optimalen Auftragen A1 DER Wax SCHWAMM
= Ideal für A1 Speed Wax Plus 3

 

Zum sanften Auspolieren A1 DAS TUCH - Premium Mikrofaser
= Auspolieren ohne Streifen und Wolken

 

 

2. Die Grundreinigung - Optimale Vorbereitung für Polituren und Wachse

Die optimale Lackpflege beginnt bei der Grundreinigung des Lacks und bereitet die Oberfläche ideal für Polituren oder Wachse vor. Dabei lohnt es sich, je nach Verschmutzung, die passenden Reinigungsprodukte zu wählen: Autoshampoo, Insektenentferner, Teer- und Harzentferner etc. sorgen dafür, dass der Schmutz vollständig entfernt wird und keine Rückstände den Lack weiter beeinträchtigen können.

Insektenreste, Teer oder Harze, Vogelkot usw reagieren sehr aggressiv mit Autolacken und sind meist nur schwer zu entfernen, vor allem dann, wenn sie länger einwirken konnten (siehe auch 1.3 Gründe für die Lackalterung)

2.1 Insekten, Teer- und Harzflecken

Aggressiver Schmutz wie Insektenreste, Vogelkot, Harze und Teer sollten Sie schnellstmöglich restlos vom Lack entfernen. Sie können innerhalb kürzester Zeit – bei ungewachsten Lacken schon nach 10 Minuten – Schäden im Lack verursachen. Ist der Schmutz noch frisch, genügt eine gründliche Reinigung mit A1 Speed Shampoo. Angetrocknete oder eingebrannte Verschmutzungen werden mit dem CW1:100 Insekten-Entferner Gel ruck-zuck entfernt.

Wichtig: Der CW1:100 Insekten-Entferner Gel entfernt auch die schützende Wachsschicht. Deshalb unbedingt hinterher den Lack wieder dauerhaft mit einem Wachs versiegeln (siehe auch unter 5. Schutz & Versiegelung fü den Lack). Nur eine intakte Wachsschicht kann den Lack langanhaltend vor Witterungseinflüssen, UV-Strahlung, Waschanlagenkratzern oder aggressivem Schmutz bewahren.

2.2 Die Auswahl des richtigen Produktes + Anwendungstipps

2.2.1 A1 Speed Shampoo

Das Produkt dient zur Vorbehandlung vor dem Polieren und Wachsen und für die regelmäßige Wagenwäsche. Groben Schmutz mit reichlich Wasser abspülen. Flasche vor Gebrauch gut schütteln. A1 Speed Shampoo mit der Dosierkappe (25 ml ergibt 10 Liter Waschlösung) in einen Eimer geben und mit starkem Wasserstrahl füllen. Waschen Sie das Fahrzeug von oben nach unten. Am besten mit einem handelsüblichen Fahrzeugschwamm. Bei starken Verschmutzungen das Fahrzeug vor dem Waschen gründlich einschäumen, kurz einwirken lassen. Die Waschflüssigkeit sollte nicht antrocknen weil sie jetzt bereits Schmutzpartikel enthält, die sich beim Trocknen wieder am Lack festsetzen und zu unschönen Schmutzstreifen führen können. Sie können den Wagen auch abschnittsweise reinigen und die behandelten Teile jeweils einzeln abspülen. Spülen Sie zum Schluss mit einem weichen Wasserstrahl gründlich nach. Sie können den Wagen auch abschnittsweise reinigen und die behandelten Teile jeweils einzeln abspülen. Das verbleibende Wasser sorgfältig abledern. So vermeiden Sie Wasserflecken auf dem Lack.

 

2.2.2 CW 1:100 Insekten-Entferner Gel

Vor dem Durchfahren der Waschanlage oder vor der Handwäsche die Problembereiche (Frontscheibe, Motorhaube, Kühlergrill, Stoßstange, Scheinwerfer, Außenspiegel) mit CW 1:100 Insekten-Entferner Gel einsprühen und 3 - 5 Min. einwirken lassen. Bei hartnäckigen Verschmutzungen einen Schwamm zur Unterstützung einsetzen. Anschließend mit Wasser gründlich nachspülen. 

Tipp: Bitte auf Lackoberflächen keinen Fliegen- oder Glasschwamm verwenden. Diese sind sehr hart und verursachen dadurch Kratzer.

 

2.3 Ein Rat vom Profi

Falls nach dem Reinigen noch immer Flecken auf dem Lack zu sehen sind, tasten Sie den Bereich auf Unebenheiten ab. Sind keine Unebenheiten spürbar, handelt es sich hierbei leider um Lackschäden, die sich meist auch durch Polieren nicht mehr vollständig entfernen lassen.

Steigern Sie Ihren Abtastsinn mit Cellophanfolie (z.B. Zigarettenfolie). Wickeln Sie ein Stück um den Finger und tasten Sie dann über den Lack. Jetzt können Sie fast jede Unebenheit mühelos fühlen.

3. So entfernen Sie Kratzer richtig

3.1 Wie Kratzer entstehen

Am häufigsten entstehen Kratzer durch:

  • Wind und Staub. Sie „schmirgeln“ im Grunde täglich an der obersten Lackschicht, dem Klarlack und haben eine deutlich abrasive Wirkung.
  • Waschanlagen. Waschanlagenbürsten oder –Utensilien können leicht feine Kratzer im Lack hinterlassen.
  • Hecken und Sträucher
  • Fingernägel. Der Lack im Türgriffbereich kommt regelmäßig mit Fingernägeln in Kontakt. Dadurch ergeben sich mit der Zeit feine Kratzspuren.


3.2. Die Kratzertypen

  • Feine Kratzer
  • intensivere Kratzer, die nicht bis zur Grundierung reichen
  • Kratzer bis zur Grundierung


3.3 Wie werden Kratzer entfernt?

3.3.1 Das richtige Produkt auswählen:

für feine Kratzer
Für feine Kratzer eignen sich schleifmittelhaltige Produkte am besten: Polituren.


Schleifmittel unterscheiden sich in ihrer Partikelgröße und in ihrer Partikelhärte. Für die optimale Bearbeitung einer Lackoberfläche ist jedoch nur ein gewisser Anteil eines Schleifmittels geeignet. Zu grobe Partikel können den Lack zusätzlich verkratzen, zu feine entwickeln keine ausreichende Polierwirkung um Kratzer zu entfernen. Eine hochwertige Politur muss genau das richtige Maß finden, damit Kratzer entfernt werden und keine neuen durch die Politur entstehen. Dazu werden Schleifmittel mit verschiedenen Partikelgrößen und -härten kombiniert. Das A1 Speed Polish bietet hier die richtige Leistung. Informieren Sie sich auch in unserem 1.5 Lackpflegeplan.
 

für intensivere Kratzer
Um intensivere Kratzer zu entfernen, die nicht bis zur Grundierung reichen, werden synthetische Schleifmittel eingesetzt. Sie zeichnen sich durch eine extrem gleichmäßige Partikelgröße aus und zerfallen während des Poliervorgangs in immer kleinere Nano-Teilchen. Dadurch wird verhindert, dass die Politur den Lack zusätzlich angreift statt nur den Kratzer zu entfernen. Die „Nano-Technologie-Polierkörper“ sorgen also für eine besonders sichere und dauerhafte Entfernung von Kratzern. Auf dieser Basis wurde in den Forschungslabors der Dr. Wack Chemie die A1 Kratzer Polish entwickelt.

 

für Kratzer bis zur Grundierung
Wenn Kratzer bis auf die Grundierung des Lacks gehen, hilft eine professionelle Lackreparatur, weitere Schäden zu vermeiden

 

3.3.2 Die richtige Anwendung

für feine Kratzer

Reinigen Sie den Lack gründlich, bevor Sie eine Politur (siehe auch 2. Die Grundreinigung - Optimale Vorbereitung für Polituren und Wachse) anwenden. Für eine ideale Wirkung wenden Sie das Produkt bitte nicht auf erhitztem Lack oder in der prallen Sonne an. Verwenden Sie vorher keine wachshaltigen Produkte. Sie verschlechtern die Schleifwirkung! Tragen Sie das Produkt NICHT mit Watte oder einem Tuch auf. Diese Hilfsmittel zerfasern schnell und saugen unnötig viel vom Produkt auf. Das Ergebnis ist eine ungleichmäßige Verteilung des Produktes. Das führt zu Streifen und den so genannten „Wolken“.

Fahrzeug mit A1 Speed Shampoo waschen und anschließend gründlich abtrocknen. Falls Flugrost vorhanden, diesen mit A1 Flugrost-Entferner Gel entfernen. Flasche vor Gebrauch gut schütteln. Geben Sie die Politur (A1 Speed Polish  oder  A1 Polish & Wax) auf einen trockenen A1 DER Politur SCHWAMM (unsere Zubehör-Empfehlung für einen optimalen Produktauftrag) dosieren und mit viel DRUCK in kleinen kreisenden Bewegungen gleichmäßig auf den sauberen und trockenen Lack einpolieren. Je mehr Druck beim Einpolieren, umso besser das Ergebnis. A1 DER Politur SCHWAMM dabei immer ausreichend mit Produkt getränkt halten, bei Bedarf nachdosieren. Achten Sie auf einen dünnen, gleichmäßigen Auftrag. Nach dem Abtrocknen lässt sich sehr einfach kontrollieren, ob das Produkt lückenlos aufgetragen wurde. Die Politur bildet einen sichtbaren Film. Arbeiten Sie nach, wo kein geschlossener Film vorhanden ist. Anschließend aufgetragenes Produkt auf dem Lack vollständig trocknen lassen und die Produktüberschüsse mit einem A1 DAS TUCH - Premium Mikrofaser einfach abwischen und auspolieren. Das Tuch dabei öfters wenden. Die Tücher sind sehr aufnahmefähig während andere Mittel wie z.B. Watte schnell voll gesogen sind. Dann wird der Polierbelag nicht mehr aufgenommen sondern nur noch auf dem Lack hin- und hergeschoben. So wird das Ergebnis ungleichmäßig. Ob Sie zu früh mit dem Auspolieren begonnen haben, zeigt sich meist durch eine Schmierneigung. A1 DER Politur SCHWAMM zum Schluss gut auswaschen. Um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen, empfiehlt es sich, ganze Karosserieteile in einem Durchgang zu behandeln.

Für eine optimale Konservierung des Polierergebnisses empfiehlt sich eine dauerhafte Versiegelung des Lacks mit A1 Speed Wax Plus 3 oder dem A1 ULTIMA Lack-Balsam.

Tipp: Schleifmittelrückstände auf unlackierten Kunststoffteilen - wie z. B. Stoßstangen - lassen sich sehr einfach und problemlos mit A1 Kunststoff-Tiefenpfleger matt oder glänzend entfernen.

 

für intensivere Kratzer

Reinigen Sie den Lack gründlich, bevor Sie eine Kratzerpolitur anwenden (siehe auch 2. Die Grundreinigung - Optimale Vorbereitung für Polituren und Wachse). Für eine ideale Reinigungsleistung wenden Sie das Produkt bitte nicht auf erhitztem Lack oder in der prallen Sonne an. Verwenden Sie vorher keine wachshaltigen Produkte. Sie verschlechtern die Schleifwirkung!

Schüttelns Sie die Tube der A1 Kratzer Polish vor Gebrauch gut. Blaues Hochleistungs-Poliertuch leicht anfeuchten. Ein zu nasses Tuch reduziert die Polierleistung. Etwas A1 Kratzer Polish auf das blaue Poliertuch dosieren (ca. 1 cm Durchmesser). Die Politur vor dem Polieren auf der zu polierenden Fläche verteilen. Nun mit viel Druck in kleinen kreisenden Bewegungen bis zu 1 Minute einpolieren. Für ein gutes Polierergebnis ist das Arbeiten mit viel DRUCK sehr wichtig. Das blaue Poliertuch immer ausreichend feucht halten, bei Bedarf Produkt nachdosieren. Anschließend polierte Stelle gut trocknen lassen und mit beiliegendem weißen Wischtuch die Politurreste abwischen. Andere Mittel wie z.B. Watte sind schnell voll gesogen und der Polierbelag wird nicht mehr aufgenommen, sondern nur noch auf dem Lack hin- und hergeschoben. So wird das Ergebnis ungleichmäßig. Während der Trocknung verankern sich die Wirkstoffe am Lack und bilden eine hauchdünne Schutzschicht. Ob Sie zu früh mit dem Auspolieren begonnen haben, zeigt sich meist durch eine Schmierneigung. Falls notwendig Vorgang wiederholen. Größere Flächen abschnittsweise behandeln.

Für eine optimale Konservierung des Polierergebnisses empfiehlt sich eine dauerhafte Versiegelung des Lacks mit A1 Speed Wax Plus 3 oder dem A1 ULTIMA Lack-Balsam.

 

3.4 Sind unterschiedliche Polituren für Metallic- und Normallack nötig?

Sowohl Metallic- als auch Normallacke werden mit einer Klarlackschicht ausgestattet, die über dem farbgebenden Lack liegt (siehe 1.2 Der Lackaufbau). Polituren wirken nur auf diese Klarlackschicht ein. Deshalb sind unterschiedliche Produkte für Metallic- oder Normallacke erwiesenermaßen nicht erforderlich.

4. Wie beseitigt man den Glanzschleier?

4.1 Warum verwittern Lacke?

Autolack ist sehr häufig Witterungs- und Umwelteinflüssen ausgesetzt. Sie alle schädigen den Lack mit der Zeit.

  • UV-Strahlung macht den Lack spröde und rissig. Er verliert an Glanz
  • Wind und Staub „schmirgeln“ kontinuierlich am Lack und führen zu verwitterten, matten Lackoberflächen
  • der häufige Besuch einer Waschanlage sorgt für feine Kratzer, die den Lack matt wirken lassen (siehe auch 1.3 Gründe für die Lackalterung)


4.2 Wie wird der Grau- bzw. Glanzschleier entfernt?

4.2.1 Das richtige Produkt auswählen

Um einem verwitterten, ausgeblichenen Lack wieder seinen Original-Glanz zurückzugeben, braucht man eine Politur mit sehr gut ausbalancierten Produkteigenschaften: Pflegekomponenten und Schleifmittel müssen so aufeinander abgestimmt sein, dass der Glanzschleier (verursacht durch die Verwitterung) komplett entfernt wird. Dabei müssen die Schleifmittel ihre volle Wirkung entfalten können, ohne den Lack zusätzlich zu beschädigen um z.B. Kratzer (siehe auch 3. So entfernen Sie Kratzer richtig) entfernen zu können. Die Rezepturen A1 Speed PolishA1 ULTIMA Show & Shine Polish und A1 Polish & Wax wurden so abgestimmt, dass die Entfernung von Kratzern möglich ist und gleichzeitig der Glanzschleier vollständig beseitigt wird. So erhalten unansehnliche Lacke wieder einen optimalen Tiefenglanz und einen satten Farbton. Praktisch wie neu.

Für eine optimale Konservierung dieses glänzenden Ergebnisses empfiehlt sich eine dauerhafte Versiegelung des Lacks mit A1 Speed Wax Plus 3 oder dem A1 ULTIMA Lack-Balsam.

 

4.2.2 Die richtige Anwendung

Reinigen Sie den Lack gründlich, bevor Sie eine Politur (siehe auch 2. Die Grundreinigung - Optimale Vorbereitung für Polituren und Wachse) anwenden. Für eine ideale Wirkung wenden Sie das Produkt bitte nicht auf erhitztem Lack oder in der prallen Sonne an. Verwenden Sie vorher keine wachshaltigen Produkte. Sie verschlechtern die Schleifwirkung! Tragen Sie das Produkt NICHT mit Watte oder einem Tuch auf. Diese Hilfsmittel zerfasern schnell und saugen unnötig viel vom Produkt auf. Das Ergebnis ist eine ungleichmäßige Verteilung des Produktes. Das führt zu Streifen und den so genannten „Wolken“.

Fahrzeug mit A1 Speed Shampoo waschen und anschließend gründlich abtrocknen. Falls Flugrost vorhanden, diesen mit A1 Flugrost-Entferner Gel entfernen. Flasche vor Gebrauch gut schütteln. Dosieren Sie die Politur (A1 Speed PolishA1 ULTIMA Show & Shine Polish oder A1 Polish & Wax) auf einen trockenen A1 DER Politur SCHWAMM (unsere Zubehör-Empfehlung für einen optimalen Produktauftrag) und polieren Sie mit viel DRUCK in kleinen kreisenden Bewegungen gleichmäßig auf den sauberen und trockenen Lack ein. Je mehr Druck beim Einpolieren, umso besser das Ergebnis. A1 DER Politur SCHWAMM dabei immer ausreichend mit Produkt getränkt halten, bei Bedarf nachdosieren. Achten Sie auf einen dünnen, gleichmäßigen Auftrag. Nach dem Abtrocknen lässt sich sehr einfach kontrollieren, ob das Produkt lückenlos aufgetragen wurde. Die Politur bildet einen sichtbaren Film. Arbeiten Sie nach, wo kein geschlossener Film vorhanden ist. Anschließend aufgetragenes Produkt auf dem Lack vollständig trocknen lassen und die Produktüberschüsse mit einem A1 DAS TUCH - Premium Mikrofaser einfach abwischen und auspolieren. Das Tuch dabei öfters wenden. Die Tücher sind sehr aufnahmefähig während andere Mittel wie z.B. Watte schnell voll gesogen sind. Dann wird der Polierbelag nicht mehr aufgenommen sondern nur noch auf dem Lack hin- und hergeschoben. So wird das Ergebnis ungleichmäßig. Ob Sie zu früh mit dem Auspolieren begonnen haben, zeigt sich meist durch eine Schmierneigung. A1 DER Politur SCHWAMM zum Schluss gut auswaschen. Um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen, empfiehlt es sich, ganze Karosserieteile in einem Durchgang zu behandeln.

Für eine optimale Konservierung des Polierergebnisses empfiehlt sich eine dauerhafte Versiegelung des Lacks mit A1 Speed Wax Plus 3 oder dem A1 ULTIMA Lack-Balsam.

Tipp: Schleifmittelrückstände auf unlackierten Kunststoffteilen - wie z. B. Stoßstangen - lassen sich sehr einfach und problemlos mit A1 Kunststoff-Tiefenpfleger matt oder glänzend entfernen.

 

5. Schutz & Versiegelung für den Lack


5.1 Warum eine Versiegelung notwendig ist

Jeder Autolack wird kontinuierlich durch Umwelteinflüsse wie UV-Strahlung, Regen, Insekten, Vogelkot usw. beansprucht. Der ideale Schutz vor diesen Angriffen ist die Versiegelung mit einer Wachsschicht (siehe auch 1.3 Gründe für die Lackalterung). Ob Ihr Lack eine neue Schutzschicht benötigt, können Sie leicht am Abperlverhalten von Wasser auf dem Lack testen. Solange das Wasser kleine, runde Perlen ausbildet, ist noch ausreichend Schutz vorhanden. Sobald das Wasser sich jedoch flächig auf dem Lack ausbreitet, sollte die Versiegelung erneuert werden.

5.2 Wie wird Lack versiegelt und geschützt?

5.2.1 Das richtige Produkt auswählen

Perfekt versiegeln lässt sich der Lack mit Produkten wie dem A1 Speed Wax Plus 3 oder dem A1 ULTIMA Lack-Balsam.

5.2.2 Die richtige Anwendung

A1 Speed Shampoo

Für eine ideale Reinigungsleistung wenden Sie das Produkt bitte nicht auf erhitztem Lack oder in der prallen Sonne an. Um zu vermeiden, dass Schmutzpartikel mitversiegelt werden, reinigen Sie den Lack zunächst gründlich. Dazu eignen sich Produkte wie das A1 Speed Shampoo. (Siehe auch 1.5 Lackpflegeplan und 2. Die Grundreinigung - Optimale Vorbereitung für Polituren und Wachse). Ledern Sie das Fahrzeug nach der Wäsche unbedingt gründlich ab. Eine Versiegelung des Fahrzeugs mit einem Wachs kann nur auf einem trockenen Lack optimal wirken.

 

A1 Speed Wax Plus 3 

Tragen Sie das Produkt NICHT mit Watte oder einem Tuch auf. Diese Hilfsmittel zerfasern schnell und saugen unnötig viel vom Produkt auf. Das Ergebnis ist eine ungleichmäßige Verteilung des Produktes. Je nach Zustand des Lackes vor der Anwendung mit A1 Speed Polish, A1 ULTIMA Show & Shine Polish oder  A1 Polish & Wax polieren (siehe A1 Lackpflege-Plan). Flasche vor Gebrauch gut schütteln. Dosieren Sie das A1 Speed Wax Plus 3 auf einen trockenen A1 DER Wax SCHWAMM (unsere Zubehör-Empfehlung für einen mühelosen Produktauftrag) und tragen Sie mit kleinen kreisenden Bewegungen gleichmäßig und dünn auf den sauberen und trockenen Lack auf. Eine höhere Schichtdicke bedeutet nicht mehr Leistung, sondern kann die Schutzwirkung beeinträchtigen. Nach dem Abtrocknen lässt sich sehr einfach kontrollieren, ob das Produkt lückenlos aufgetragen wurde. Das Wachs bildet einen sichtbaren Film. Arbeiten Sie nach, wo er keine geschlossene Fläche bildet. Den A1 DER Wax SCHWAMM dabei immer ausreichend mit Produkt getränkt halten, bei Bedarf nachdosieren. Anschließend aufgetragenes Produkt auf dem Lack vollständig trocknen lassen. Während der Trocknung verankern sich die Wirkstoffe am Lack und bilden eine hauchdünne Schutzschicht. Ob Sie zu früh mit dem Auspolieren begonnen haben, zeigt sich meist durch eine Schmierneigung. A1 DER Wax SCHWAMM zum Schluss gut auswaschen. Die Produktüberschüsse mit einem A1 DAS TUCH - Premium Mikrofaser einfach abwischen und auspolieren. Das Tuch dabei öfters wenden. A1 DAS TUCH - Premium Mikrofaser ist sehr aufnahmefähig während andere Mittel wie z.B. Watte schnell vollgesogen sind. Dann wird der Polierbelag nicht mehr aufgenommen sondern nur noch auf dem Lack hin- und hergeschoben. So wird das Ergebnis ungleichmäßig. Um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen, empfiehlt es sich, ganze Karosserieteile in einem Durchgang zu behandeln. 

 

A1 ULTIMA Lack-Balsam 

Je nach Zustand des Lackes vor der Anwendung mit A1 ULTIMA Show & Shine Polish polieren. A1 ULTIMA Lack-Balsam mit dem Spezialschwamm sparsam dünn und gleichmäßig auf den trockenen Lack auftragen. Fünf Minuten trocknen lassen und anschließend mit einem Mikrofasertuch (nicht mit Watte) auspolieren. Tuch dabei öfters wenden. Verwenden Sie zum Auspolieren am besten ein weiches Frottee- oder Mikrofasertuch. Für beste Glanz-Ergebnisse empfehlen wir A1 DAS TUCH - Premium Mikrofaser. Es ist sehr aufnahmefähig während andere Mittel wie z.B. Watte schnell vollgesogen sind. Dann wird der Polierbelag nicht mehr aufgenommen sondern nur noch auf dem Lack hin- und hergeschoben. So wird das Ergebnis ungleichmäßig. Um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen, empfiehlt es sich, ganze Karosserieteile in einem Durchgang zu behandeln. Um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen, empfiehlt es sich, ganze Karosserieteile in einem Durchgang zu behandeln. 

Tipp:

  • Anwendungsempfehlung: Je nach Witterungsverhältnissen 2 bis 3x pro Jahr.
  • Schleifmittelrückstände auf unlackierten Kunststoffteilen - wie z. B. Stoßstangen - lassen sich sehr einfach und problemlos mit A1 Kunststoff-Tiefenpfleger matt oder glänzend entfernen.
  • Idealerweise bei Raumtemperatur und trocken lagern.

 

6. Die Anwendung von Poliermaschinen

6.1 Die Poliermaschinen

Es gibt 2 Typen von Poliermaschinen, die für das Polieren von Lacken eingesetzt werden können.

6.1.1 Winkelpolierer ohne Excenter
Poliermaschinen ohne Excenter zeigen zwar eine bessere Schleifwirkung, erfordern aber einiges Geschick in den Handhabung. Achten Sie besonders auf eine stets waagrechte Maschinenführung und die richtige Drehzahl. Wird eine Poliermaschine ohne Excenter falsch gehandhabt, können Hologrammkratzer oder sogar Lackbeschädigungen auftreten.

6.1.2 Excenterpoliermaschinen
Die effektive Schleifwirkung ist bei diesen Geräten geringer. Der Exenter sorgt für eine deutlich geringere Polierbewegung. Dafür garantieren sie in Verbindung mit den für Excenterpoliergeräte geeigneten Schwammaufsätzen und speziellen Polituren erfahrungsgemäß hologrammfreie Polierergebnisse. In jedem Fall sollten Poliermaschinen unbedingt eine ausreichende Leistung aufweisen. Mindestens 200 Watt bei Excentermaschinen und mindestens 1200 Watt bei Winkelpoliergeräten. Bei weniger Leistung zeigen vor allem die Excentermaschinen keine effektive Polierleistung.

6.2 Polieraufsätze

Die gängigsten Polieraufsätze sind aus Lammfell oder Schwämme mit verschiedenen Strukturen und Härten. Viele Excentermaschinen aus dem Baumarkt sind mit einer Textilhaube ausgestattet.

6.2.1 Lammfell
Lammfell zeigt beste Leistungen bei der Kratzerentfernung oder dem Schleifen allgemein, ist aber für das Polieren schlecht geeignet. Ein hologrammfreies Ergebnis ist hier praktisch nicht möglich. Verwendung Sie deshalb zur Nachbehandlung eine Excentermaschine mit einem Schwammaufsatz.

6.2.2 Schwämme
Achten Sie bei der Wahl des richtigen Schwammaufsatzes auf die verschiedenen Strukturen und Härten. Wir empfehlen Ihnen feinporige Schwämme mittlerer Härte für ein gutes Ergebnis. Die so genannten Waffelschwämme eignen sich besonders für ein Hochglanzfinish. Wenn Sie einen Winkelpolierer ohne Excenter einsetzen, sollten Sie geübt sein was den Einsatz des Schwammaufsatzes angeht. In jedem Fall ist auch hier für die Nachbehandlung Excentermaschine mit Schwammaufsatz ratsam.

6.3 Wie setzt man Poliermaschinen richtig ein?

Je nach dem Zustand des Lacks, den Sie bearbeiten möchten, ist ein einstufiges oder zweistufiges Polieren notwendig.

6.3.1 Anwendung bei stark verwittertem oder stark verkratztem Lack
Hier hat sich für eine professionelle Aufbereitung des Lacks das Zweistufensystem bewährt.

Stufe 1:
Polieren Sie mit einem Winkelpolierer ohne Excenter. Beachten Sie dabei eine Mindestleistung von 1.200 Watt, die Drehzahl sollte stufenlos einstellbar sein. Als Polieraufsatz können Sie einen Schwamm oder auch Lammfell nutzen. Beachten Sie dabei aber, dass Lammfell zwar die besten Ergebnisse bei der Kratzerentfernung zeigt, aber auch verstärkt mit Hologrammen gerechnet werden muss. Die Stufe 1 zielt auf die optimale Schleifwirkung für maximale Entfernung von verwitterten Lackschichten und Kratzern ab.

Stufe 2:
Behandeln Sie den Lack mit einem Excenterpolierer nach. Er sollte eine Mindestleistung von 200 Watt aufweisen, die Drehzahl sollte stufenlos einstellbar sein. Als Polieraufsatz empfiehlt sich ein feinporiger Schwamm mittlerer Härte oder ein Waffelschwamm. Die Stufe 2 sorgt für ein hologrammfreies Polierergebnis mit perfektem Hochglanz.

6.3.2 Anwendung bei leicht mattem oder leicht verkratztem
Lack Für diese Anwendung ist die Polierwirkung einer Excentermaschine ausreichend. Es genügt ein einstufiges Polieren.
Polieren Sie den Lack mit einem Excenterpolierer. Er sollte eine Mindestleistung von 200 Watt aufweisen, die Drehzahl sollte stufenlos einstellbar sein. Als Polieraufsatz empfiehlt sich ein feinporiger Schwamm mittlerer Härte oder ein Waffelschwamm.
Der Excenterpolierer mit Schwammaufsatz entfernt leichte Verwitterungsspuren und feine Kratzer. Gleichzeitig erreichen Sie ein hologrammfreies Polierergebnis mit perfektem Hochglanz.

6.3.3 Hologramme
Hologrammkratzer kommen oft erst nach dem Polieren, z.B. in der Sonne ans Licht. Sie entstehen beim Polieren mit Winkelpolierern ohne Excenter und werden als feinste Kratzer in Richtung der Polierbewegung sichtbar. Bearbeiten Sie den Lack deshalb idealerweise mit einem Excenterpolierer nach. So gibt es keine bösen Überraschungen wenn später die Sonne auf den frisch polierten Lack trifft.

6.4 Was ist beim maschinellen Polieren zu beachten?

1. Achten Sie auf eine gründliche Vorreinigung. Insektenreste oder Partikelschmutz sollten vollständig entfernt werden. Denn sie können sich sonst während dem Polieren lösen und den Lack zerkratzen.
2. Für ein ruhiges und gleichmäßiges Laufen des Polieraufsatzes ist es wichtig, dass er exakt zentriert auf die Poliermaschine aufgesetzt wird.
3. Feuchten Sie den Polieraufsatz vor der Zugabe der Politur leicht an. So wird die Verteilung der Politur bereits zu Beginn optimiert.
4. Tragen Sie die Politur vor allem auf den Außenbereich des Aufsatzes auf. Hier arbeitet der Polierer mit der größten Geschwindigkeit und damit mit der stärksten Polierwirkung.
5. Verfügt die Maschine über eine variable Drehzahl, beginnen Sie bei niedriger Drehzahl und steigern sie nach und nach um ein Spritzen zu vermeiden. Wählen Sie die Drehzahl so, dass die Maschine ruhig und gleichmäßig läuft und die behandelten Flächen nicht heiß werden.
6. Achten Sie immer auf eine gleichmäßige Benetzung des Polieraufsatzes. Dosieren Sie die Politur bei Bedarf nach oder befeuchten Sie den Aufsatz erneut.
7. Halten Sie die Poliermaschine immer möglichst waagrecht und polieren Sie in überlappenden Bahnen. So vermeiden Sie Hologrammkratzer am besten.
8. Vermeiden Sie eine zu starke Erhitzung des Lacks. Halten Sie dazu die Poliermaschine immer in Bewegung und polieren Sie niemals längere Zeit auf derselben Stelle.
9. Die bereits polierten Flächen vor starker Erwärmung schützen. Beim Heißpolieren drohen Schäden am Lack.
10. Behalten Sie das Stromkabel der Poliermaschine im Auge. Es sollte nicht am Lack scheuern und ihn zerkratzen. Hängen Sie sich das Kabel am besten über die Schulter. Sollten Sie eine Schutzhülle für das Stromkabel einsetzen, achten Sie darauf, dass sie keinen Schmutz aufnimmt.
11. Benutzen Sie nur kratzfreie Hilfsmittel für das maschinelle Auspolieren. Verzichten Sie hier auf Lammfell – es kann Hologrammkratzer verursachen. Verwenden Sie zum maschinellen Auspolieren Textilhauben. Reinigen Sie diese zwischendurch z.B. mit Pressluft oder nehmen Sie eine neue für ein optimales Polierergebnis.